ZVEI

Marktverzerrung durch Plattformen

02.09.2025, Der Herstellerverband ZVEI warnt vor zunehmenden Marktverzerrungen durch internationale E-Commerce-Plattformen und fordert die konsequente Anwendung bestehenden EU-Rechts. Rund 4,6 Milliarden Kleinsendungen mit einem Warenwert unter 150 Euro wurden 2024 aus Drittstaaten in die EU importiert – doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Diese Entwicklung gefährde nicht nur Verbraucher durch vielfach unsichere Produkte, sondern untergrabe auch die Wettbewerbsfähigkeit regelkonform agierender Unternehmen und konterkariert Umweltziele, da vermehrt Elektroschrott anfällt. Der Verband plädiert für die rasche Abschaffung der zollfreien Einfuhrgrenze von 150 Euro, eine stärkere Marktüberwachung mit vermehrten Kontrollen sowie die Einführung einer koordinierenden EU-Behörde. „Die rechtlichen Grundlagen sind vorhanden – jetzt müssen sie auch wirksam durchgesetzt werden“, betont Maria Marinelli (Bild), Bereichsleiterin Consumer im ZVEI. Plattformen wie Temu oder Amazon sollten stärker in die Verantwortung genommen werden: Sie müssen sicherstellen, dass angebotene Produkte den EU-Vorgaben entsprechen, Rückrufe bei Sicherheitsmängeln veranlassen und transparente Informationen für Verbraucher bereitstellen.

Quelle: www.zvei.org
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