12.09.2008, In Deutschland könnten heute rund 40 Prozent des Stromverbrauchs aller privaten Haushalte eingespart werden, wenn die bereits verfügbaren energie-effizienten Technologien konsequenter eingesetzt würden. Nach Angaben der Elektroindustrie ließen sich auf diese Weise pro Jahr rund 60 Milliarden Kilowattstunden Stromverbrauch durch Industrieantriebe, Beleuchtung und Hausgeräte sparen – und damit 37 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß vermeiden. Das entspreche der Leistung von 24 Kraftwerksblöcken à 400 Megawatt. Energie-effiziente Produkte würden nur zögerlich angeschafft, obwohl sich die Investitionen schon rein wirtschaftlich lohnten, berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, Dr. Klaus Mittelbach (Bildmitte). Als Beispiel für mögliche Effizienzgewinne nannte er eine Kläranlage, deren Abwasserpumpe mit elektronischer Drehzahlregelung nachgerüstet wurde, die 13.760 Euro Stromkosten pro Jahr spare. „Die Investition hat sich damit schon nach einem halben Jahr amortisiert.“ Mittelbach weiter: „Die Politik verengt sich zu oft nur auf die Frage der Energie-Erzeugung. Sie vernachlässigt die enormen Potenziale beim Transport und bei der Energie-Nutzung.“ So bleibe Deutschland beim Klimaschutz unter seinen Möglichkeiten.
Quelle:
www.zvei.org