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Strukturelle Defizite belasten Ausbildung 

29.04.2026, Der Einzelhandel bleibt eine der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland. Eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) durchgeführte Umfrage zeigt aber, dass die praktische Umsetzung zunehmend unter Druck gerät – weniger wegen fehlender Ausbildungsbereitschaft, sondern aufgrund wachsender struktureller Belastungen und immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen. Ein zentrales Ergebnis der Befragung: Ausbildung ist in den Unternehmen fest verankert und wird breit anerkannt. Über 90 Prozent der befragten Betriebe stimmen der Aussage zu, dass Ausbildung für die eigene Nachwuchssicherung unverzichtbar ist und zugleich ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung darstellt. Allerdings berichten 63 Prozent von Problemen bei der Gewinnung geeigneter Auszubildender. „Ausbildung scheitert damit weniger am fehlenden Willen, sondern zunehmend an einem strukturellen Mangel an geeigneten und passenden Bewerberinnen und Bewerbern. Entsprechend groß ist die Lücke zwischen angebotenen Ausbildungsplätzen und tatsächlicher Besetzung: Nur gut ein Viertel der befragten Betriebe konnte im Ausbildungsjahr 2025 alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen, während mehr als ein Drittel keinen einzigen Ausbildungsplatz vergeben konnte, trotz bestehender Ausbildungsbereitschaft“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Quelle: einzelhandel.de/15164
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