26.01.2026, Vor der Anhörung des Handelsunternehmens Shein im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des Europäischen Parlaments bekräftigt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Position. HDE-Präsident Alexander von Preen fordert klare Konsequenzen für die deutlichen und massenhaften Verstöße gegen EU-Recht: „Es hat lange gedauert, bis die EU-Institutionen sich das Thema ernsthaft vorgenommen haben. Nun darf es aber auch kein weiteres Zuschauen geben. Es geht hier um einen fairen Wettbewerb zwischen Handelsunternehmen und Plattformen aus Fernost und den heimischen Akteuren. Nichthandeln heißt die heimischen Handelsunterunternehmen alleine im Regen stehen zu lassen, das wäre eine neue Qualität des Staatsversagens. Shein darf aus dieser Anhörung nicht einfach mit vagen Versprechungen wieder entlassen werden. Es reicht nicht, immer wieder auf die Kraft des Wortes zu vertrauen – es braucht Taten!“, so von Preen. Die bestehenden Regeln im Verbraucher- und Umweltschutz sowie im Steuerrecht müssen laut HDE für alle Handelsunternehmen gleichermaßen gelten, die ihre Waren im EU-Binnenmarkt anbieten. Entscheidend ist dabei, dass die Behörden diese auch bei allen nicht in EU-Ländern ansässigen Unternehmen durchsetzen. Dabei gelte der Dreiklang: digital, überprüfbar, haftbar. Von Preen: „Ansonsten haben wir ein Ungleichgewicht, das die heimischen Händler nicht mehr lange durchhalten können.“ Sollte die Anhörung nur weitere Bekundungen des guten Willens bringen, so sei das inakzeptabel.
Quelle:
www.einzelhandel.de