13.04.2026, Der Handelsverband Deutschland (HDE) mahnt weiter großen Reformbedarf an. Die heute vorgestellten Pläne der Regierungskoalition sind zum Teil als gute erste Schritte in Richtung Entlastung zu sehen, gleichzeitig darf es nicht bei diesen minimalinvasiven Sofortmaßnahmen bleiben. Insbesondere fordert der HDE die Bundesregierung zu mutigen strukturellen Reformen wie der notwendigen Deckelung der Lohnnebenkosten und dem Abbau von Bürokratie auf. „Das Signal stimmt. Sowohl die Logistik im Einzelhandel als auch die Privatverbraucher brauchen Entlastung bei den Treibstoffkosten. Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob die Maßnahmen der Realität standhalten und dann für spürbare Preissignale sorgen können. Positiv ist auch, dass klar vereinbart wurde, dass das System der Gesundheitskosten an die tatsächlichen Einnahmen in diesem Bereich angepasst werden muss. Hier müssen rasch Taten folgen. Es braucht die grundsätzliche Deckelung der Lohnnebenkosten bei 40 Prozent. Die Kosten für den Faktor Arbeit laufen aus dem Ruder“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth (Bild). Bei den steuer- und abgabenfreien 1.000 Euro, die Unternehmen ihren Beschäftigten zugute kommen lassen sollen, sieht der HDE Risiken. Denn gerade in diesen für große Teile des Einzelhandels schwierigen Zeiten könnten sich viele Unternehmen eine solche Sonderzahlung schlicht nicht leisten.
Quelle:
www.einzelhandel.de