31.08.2026, Im August und September starten bundesweit wieder tausende Berufseinsteiger in ihr erstes Ausbildungsjahr. Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht sich in seiner Branche mit anhaltenden Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen konfrontiert. Trotz einer konjunkturell angespannten Lage bleibt die Ausbildung ein wichtiger Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit wurden im Zeitraum von Oktober 2025 bis Juli 2026 rund 451.000 Ausbildungsplätze gemeldet. Dem standen etwa 433.000 registrierte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Rechnerisch kamen damit auf 100 betriebliche Ausbildungsplätze 96 Ausbildungsgesuche. In der Praxis gestaltet sich die Zusammenführung von Ausbildungsbetrieben und Jugendlichen jedoch zunehmend schwierig. Häufig passen Ausbildungsplatzangebot und Bewerberseite weder regional noch hinsichtlich Berufswünschen, Qualifikationen oder Erwartungen ausreichend zusammen. „Neben Defiziten im Arbeits- und Sozialverhalten, etwa hinsichtlich Belastbarkeit, Verlässlichkeit und Eigenverantwortung, berichten die Betriebe von fehlenden kognitiven Grundlagen sowie Schwächen in Mathematik, Deutsch und wirtschaftlichem Basiswissen. Darüber hinaus fehlt es aus Sicht vieler Unternehmen häufig an einer ausreichenden Berufsorientierung und an realistischen Vorstellungen über die Inhalte und Anforderungen der jeweiligen Ausbildungsberufe“, sagt Anna Noack (Bild), HDE-Leiterin Berufsbildung und Bildungspolitik.
Quelle:
www.einzelhandel.de