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Wachstum kehrt zurück

12.05.2026, Der TCG-Markt startete ins Jahr 2026 laut GFU mit einem auf den ersten Blick stabilen Erscheinungsbild – doch unter der Oberfläche ist das Bild uneinheitlicher. Wachstum ist zurück – gemessen am Umsatz. Doch die Erholung verläuft je nach Region, Kategorie und Vertriebskanal weiterhin unterschiedlich. Der weltweite TCG-Marktwert erreichte 2025 rund 857 Milliarden US-Dollar – ein Plus von etwa 5 %, auch wenn die Erholung beim Absatzvolumen schwach blieb. China, der Nahe Osten, Afrika und Osteuropa waren die wesentlichen Wachstumstreiber. Während Chinas Handelspolitik im ersten Halbjahr 2025 noch für Wachstum gesorgt hatte, spiegelte die abrupte Kehrtwende Ende 2025 eher einen Subventionskater als einen echten Nachfrageeinbruch wider. Das zeigt: Im Markt können Basiswerte die Realität ebenso verzerren wie offenbaren. Die Inflation hat sich in den vergangenen 18 Monaten normalisiert – allerdings in sehr unterschiedlichem Tempo je nach Region. Infolge des Krieges im Mittleren Osten seit März 2026 droht sie zudem wieder anzuziehen. Die Zollregeln sind schon seit April 2025 unbeständig, und seit Anfang 2026 belasten geopolitische Spannungen insgesamt Lieferketten und Preisgestaltung zunehmend – etwa durch die Heliumknappheit und ihre Folgen für die Tech-Lieferkette. Das könnte den Engpass von Speichertechnologien, der die Branche bereits belastet, weiter verschärfen. Laut NIQ Supply Chain Insights lagen die Preise für Speicherkomponenten in Europa im Februar 2026 um 55 % über dem Vorjahreswert. Für Unternehmen im TCG-Sektor lautet die eigentliche Herausforderung deshalb nicht mehr, den Zyklus vorherzusagen – sondern die Flexibilität aufzubauen, ihn zu meistern.

Quelle: www.gfu.de
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