23.06.2026, Laut der EHI-Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel steigt der Ladendiebstahl weiter an. Im Vergleich zu 2024 ergibt sich für das vergangene Jahr bei der Entwicklung der Inventurdifferenzen ein Anstieg der Verluste um 3,2 % auf 5,11 Mrd. Euro. Der Anteil der durch Diebstahl von Kundschaft, Mitarbeitenden, Lieferanten und Servicepersonal verursachten Verluste beläuft sich auf insgesamt 4,33 Mrd. Euro (2024: 4,20 Mrd. Euro). Allein die Kundschaft wird für einen Warenverlust im Wert von 3,05 Mrd. Euro verantwortlich gemacht – ein Plus von 3,4 %. Aus dem durchschnittlichen Schaden aller angezeigten Diebstähle und dem per Inventur festgestellten Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich etwa 24,8 Mio. Ladendiebstähle im Wert von jeweils 123 Euro unentdeckt bleiben. Über 98 % der Fälle werden nicht erkannt und daher auch nicht angezeigt. Hinzu kommt eine gewisse Anzeigemüdigkeit, die auf eine mangelhafte Strafverfolgung zurückzuführen ist. Im Durchschnitt aller Branchen gibt der Handel aktuell etwa 0,33 Prozent seines Umsatzes für Sicherheitsmaßnahmen aus. Darin enthalten sind externe Kosten für Artikelsicherungsmaßnahmen, Kameraüberwachung, Detektiveinsätze, Testkäufe und Schulungsmaßnahmen sowie sonstige Sicherheitsmaßnahmen wie diebstahlhemmende Verkaufsträger oder Software-Analysetools zur Datenauswertung. Die Ausgaben für Präventionsmaßnahmen stiegen im Jahr 2025 auf 1,7 Mrd. Euro (2024: 1,6 Mrd. Euro).
Quelle:
www.ehi.org