Die Dynamik rund um Architektur und Technik im Haus von heute nimmt zu. Digitalisierung, Urbanisierung und das Ziel der Klimaneutralität prägen, wie Städte wachsen, Gebäude genutzt und Räume gestaltet werden. Vom 8. bis 13. März 2026 rückt die Light + Building in Frankfurt am Main als Weltleitmesse der Branche zentrale Zukunftsfragen der Licht- und Gebäudetechnik in den Mittelpunkt. Die 3 Top-Themen in diesem Jahr: „Sustainable Transformation“, „Smart Connectivity“ und „Living Light“.

„Lebendiges Licht“ im Fokus
Licht ist die Keimzelle der Light + Building – und nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der Frankfurter Branchenschau. Auf der Messe sollen alle Aspekte von Licht herausgearbeitet werden: es formt Atmosphäre, unterstützt Funktionen, beeinflusst das Wohlbefinden und macht Räume zu Erlebnisorten. Das Top-Thema „Living Light“ vereint ästhetische, funktionale und technologische Perspektiven und zeigt, wie sich Räume durch Licht gezielt gestalten und erleben lassen. Die Struktur erleichtert die Orientierung: „Smart & Human Centric Lighting“ stellt adaptive Lichtlösungen in den Mittelpunkt, die sich flexibel an Tagesverlauf, Nutzung und Raumsituation anpassen. Intelligente Systeme fördern Orientierung, Produktivität und Wohlbefinden – abgestimmt auf die Bedürfnisse des Menschen. „Lighting Design & Technology“ präsentiert, wie hohe Lichtqualität, effiziente Steuerung und innovatives Design zu einer gestalterischen Einheit werden. Bei „Light & Wellbeing“ steht der gezielte Einsatz von Licht zur Unterstützung von Gesundheit und Lebensqualität im Fokus. „Urban & Retail Lighting Solutions“ zeigen, wie Licht im öffentlichen Raum und im Handel zur Inszenierung und Orientierung eingesetzt wird – von Straßen- und Fassadenbeleuchtung bis zur gezielten Produktpräsentation im Shop. Ergänzend bietet „Outdoor Lighting Solutions“ Konzepte für Gärten, Parks, Wege oder Plätze. Aktuelle Impulse für Licht- und Raumgestaltung liefert Design Trends & Materials. „Emotional & Adaptive Lighting“ thematisiert emotionale Wirkung und Steuerbarkeit, während „New Work“ Lichtlösungen für flexible Arbeitswelten in den Mittelpunkt rückt.

Smarte Vernetzung ist Trumpf
Gebäude entwickeln sich zunehmend zu digitalen Systemen, vernetzter Technik mit zahlreichen Schnittstellen. Das Top-Thema „Smart Connectivity“ zeigt, wie intelligente Technologien die Effizienz in Planung, Betrieb und Nutzung steigern. Die Grundlage bilden Konzepte wie „Smart Building Infrastructure“ sowie „IoT & AI in Building Management“ - vernetzte Plattformen und Sensorik, die Daten erfassen, auswerten und Systeme automatisiert steuern. Ein zentrales Element ist „Digital Workflows & Efficiency Technologies“. Hier geht es um Softwarelösungen, KI-basierte Assistenzsysteme und automatisierte Prozesse, die den Arbeitsalltag von Planenden und Betreibenden vereinfachen. Das Thema „Building Information Modelling (BIM) & Digital Twin“ schlägt die Brücke zwischen digitaler Planung und realem Gebäudebetrieb. „Connected Security & Cybersecurity“ sichern vernetzte Systeme gegen physische wie digitale Risiken ab. Ergänzend liefern „System Integration“ und „Predictive Maintenance“ die Grundlage für einen resilienten, nachhaltigen Gebäudebetrieb über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Foren und Sonderschauen
Viele Sonderthemen verdienen es, im Rahmen der Messe herausgearbeitet zu werden. Die Design Plaza in Halle 3.1 ist die Bühne für Design, Wissen und Inspiration. In täglichen Trendvorträgen stellt das Stilbüro bora.herke.palmisano vor, welche Farben, Formen und Materialien das Leuchtendesign 2026/27 prägen. Auf der Plaza finden auch Preisverleihungen und Fachvorträge statt. Direkt an der Design Plaza starten auch die Guided Tours der Light + Building 2026. Sie bieten den Besuchenden exklusive Einblicke in die Innovationen und Trends des Branchentreffpunkts und werden von international renommierten Lichtplanern begleitet. Die neue AI Lounge ist ein praxisnahes Zukunftsforum für das Elektro-Handwerk. In Kooperation mit handwerk.live zeigt sie, wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag von Fachbetrieben konkret erleichtern kann. Besuchende erleben digitale Tools für Zeiterfassung, Planungssoftware, Prozessautomation und smarte Kundenkommunikation zum direkten Ausprobieren und Mitnehmen in den eigenen Betrieb. Und der Klassiker – das ZVEH E-Haus – darf auch in diesem Jahr nicht fehlen. Wie zukunftsfähige Gebäudetechnologien schon heute aussehen, zeigt das begehbare Modellhaus des ZVEH.

Design Plaza auf der Light + Building – Raum für Austausch, Trends und neue Perspektiven
(FOTO: MESSE FRANKFURT / PIETRO SUTERA)
Quo vadis, Light + Building? Die hitec-Redaktion hat bei Steffen Larbig, Leiter Brandmanagement Light + Building, nachgefragt.
hitec: Herr Larbig, was erwartet die Besucher in den Hallen?
Steffen Larbig: Wir erwarten rund 2.000 Aussteller zur Light + Building in Frankfurt. Was wir sehen, ist eine sehr gute Mischung aus internationalen Key Playern, dem Mittelstand und auch kleineren Unternehmen, die letztendlich dazu führt, dass alle unsere Besucher einen perfekten Marktüberblick erhalten werden. Der Charakter als Weltleitmesse wird durch 70 Prozent internationale Aussteller ganz klar unterstrichen.
hitec: Wie strukturiert sich der Angebotsmix?
Nachhaltigkeit, Konnektivität und auch Licht nehmen einen zentralen Raum ein. 60 % der Aussteller beschäftigen sich mit dem Thema Licht in all seinen Facetten, weitere 40 % des Ausstellungsangebots bezieht sich auf den Bereich vernetzte Gebäudetechnik. Bei den Ausstellernationen sind neben Deutschland auch unsere Anrainerstaaten sehr präsent, beispielsweise Polen und Benelux, aber auch Südeuropa
hitec: Vernetzung und Digitalisierung ist in aller Munde – auch in Frankfurt?
Das Topthema ‚Smart Connectivity‘ bezieht sich auf die zunehmende Vernetzung und intelligente Gebäude. Hier sehen wir eine Steigerung von Effizienz, aber auch von Komfort und des Nutzererlebnisses. Sowohl die Vernetzung aus dem Licht- wie auch dem Gebäudebereich schreitet stetig voran. Grundlage hierfür sind Digitalisierung und intelligentes Datenmanagement.
hitec: Welche Rolle spielt das Licht auf der Messe in diesem Jahr?
Das Topthema ‚Living Light‘ stellt die Wirkung des Lichts in den Mittelpunkt. Hier werden emotionale, ästhetische, aber auch funktionale Dimensionen betrachtet. Wir wissen, dass Licht die Architektur, aber auch Atmosphäre und vor allem unser Wohlbefinden prägen kann. Die Light + Building macht Licht in all seinen Facetten entsprechend erlebbar.
hitec: Auf was freuen Sie sich am meisten?
Die persönliche Begegnung, aber auch das Vorstellen der Innovationen stehen auf der Messe im Fokus. Wir lenken den Blick auf die Entwicklungen, die die Licht- und Gebäudetechnik heute prägen – und morgen entscheidend beeinflussen werden. Wir wollen den Austausch fördern und den Raum für den Blick in die Zukunft öffnen. Darauf freuen mein Team und ich uns besonders.

„Unser Ziel ist es, Experten aus Architektur, Planung, Industrie, Handel, Handwerk, der Immobilienwirtschaft und dem kommunalen Bereich zu vernetzen, den Austausch zu fördern und gemeinsam neue Perspektiven für die gebaute Zukunft zu eröffnen“, so Steffen Larbig, Messe Frankfurt
#LB26
FOTOS+GRAFIKEN: MESSE FRANKFURT
Autor: Joachim Dünkelmann

Dieser Artikel ist am 3. Februar 2026 erstmals erschienen in der Printausgabe von hitec Magazin, Ausgabe 1-2 / 2026.