Leif Lindner, CEO der IFA Management, bilanziert: „Die IFA bringt eine außergewöhnliche Vielfalt an Menschen zusammen – globale Marken, Handel und Industrie, Start-ups und Forschung, Medien, Creators, Konsument:innen und Politik. Von smarten Haushaltsgeräten über humanoide Roboter bis hin zu neuen Mobilitäts-, Beauty- und Entertainment-Lösungen zeigte die IFA, wie breit Innovation heute gedacht wird. Die IFA ist damit weit mehr als eine Produktschau. Sie ist ein Ort für Austausch, Inspiration und neue Ideen – und eine internationale Bühne, auf der sichtbar wird, wie Technologie unser Leben von morgen prägen wird.“

Beste Laune und IFA-Wetter am Eingang Süd der Messe Berlin
Dem pflichtet auch Carine Chardon bei, Geschäftsführerin der GFU, Markeninhaberin und Gesellschafterin der IFA: „Die IFA 2026 ist die wichtigste Plattform für die Begegnung von Industrie und Handel. Hier werden Kundenbeziehungen gefestigt, neue Kontakte geknüpft und Produkte nicht nur präsentiert, sondern unmittelbar erlebbar gemacht. Gerade in einer zunehmend digitalen Welt sind der persönliche Austausch und das direkte Produkterlebnis unersetzlich. Genau das macht die IFA zur weltweit führenden Plattform für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech. Klar ist, der Fachhandel steht bei der IFA im Mittelpunkt. Deshalb investieren wir gezielt in den weiteren Ausbau unserer Angebote und Formate für nationale und internationale Händler. Gleichzeitig schaffen wir neue Formate, die den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik stärken. So bringt die IFA die entscheidenden Akteure zusammen, fördert den Austausch und gestaltet die Zukunft der Home- und Consumer-Industrie aktiv mit.“

„Der Markt ist stärker, als es die Stimmung vermuten lässt“, konstatiert Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Consumer & Home Electronics GmbH
Lasst Zahlen sprechen: 240.000 Besucher (+ 9 %), 2.000 Aussteller (+ 5 %), 5.200 Medienvertreter/Creators/Blogger (+ 18 %). Selbst eingefleischte Branchenkenner hatten in diesem Jahr sehr viel Neues zu entdecken. Das lag nicht nur an den innovativen Themen rund um KI und Robotik. Unglaublich viele neue Namen – vor allem aus Fernost – füllten die Ausstellungshallen mit ihren Innovationen. Wo einst Marken wie Sony und Panasonic hallenweise präsent waren, trumpfen jetzt Lieferanten wie Anker, TCL und Hisense Gorenje, Haier und Midea, Dreame und Xiaomi auf. Europäische Marken wie Bosch und Siemens, Liebherr und AEG, Miele und Jura setzen nach wie vor starke Zeichen – doch China ist dank Außenwerbung und massiver Ausstelleranzahl in den Hallen unübersehbar. Im Fokus der IFA standen vernetzte Lösungen, KI im Alltag sowie neue Home-, Mobility- und Audio-Technologien.

Volle Hallen und vor allem volle Fachbesucherzentren machten die IFA-Beteiligung für die Aussteller zum Erfolg
Für Handel und Industrie bot die IFA 2026 viel Raum für Austausch und zielgruppengerechte, teils neue Formate: Beim zweiten Retail Leaders Summit trafen mehr als 100 C-Level-Führungskräfte und hochrangige Entscheider aus dem nationalen und internationalen Handel zusammen. Sie diskutierten im Palais am Funkturm auf dem Gelände der Messe Berlin über die Zukunft des Handels. Die Rolle von KI im Einkaufsprozess, Omnichannel-Strategien, Fulfillment und Logistik sowie die Rolle von Marktplätzen standen im Fokus. Mit dem Treffpunkt für Führungskräfte stärkt die IFA ihre Rolle als zentrale Plattform für den internationalen Handel. Idealo nahm als Gold-Sponsor am IFA Retail Leaders Summit 2026 teil und präsentierte, wie Verbraucher Produkte entdecken, vergleichen und entscheiden, was und wo sie kaufen. Als IFA Retail-Partner unterstützten zudem die Marken expert, Euronics, MediaMarktSaturn, EK Retail, Telering, Weltfunk und ElectronicPartner den Summit. Dazu Lindner: „Gerade jetzt braucht die Branche Orte, an denen Händler, Marken und Technologieunternehmen gemeinsam darüber sprechen, wie Innovationen neues Wachstum schaffen können. Genau dafür steht die IFA: Sie bringt die Branche zusammen und setzt neue Impulse.“

„Die Retailbranche ist und bleibt ein VIP der IFA“, unterstreicht Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH
Eine weitere „Innovation“ der IFA war die Premiere der „Retail Innovation Zone“ im City Cube. Hier probten die Verbundgruppen expert, ElectronicPartner und Euronics den gemeinsamen Auftritt. Flankiert durch Dienstleistungspartner und verwandte Unternehmen sowie den Fachbesucherempfang bildete der neue Bereich eine zentrale Anlaufstelle für Händler. Wo früher Samsung-Neuheiten präsentierte, wurden jetzt zukunftsweisende Store-Konzepte, Services und Geschäftsmodelle praxisnah erlebbar gemacht.

Voller Sensorik und KI: Über mangelnde Aufmerksamkeit brauchten sich die humanoiden Roboter nicht beklagen
Roboter und KI allerorten: Die gesamte Bandbreite aktueller Entwicklungen in der Robotik wurde unter dem Funkturm präsentiert. Ob sie auf der Messe tanzen, turnen oder Fußball spielen: Humanoide Roboter haben in Zukunft sehr praxisorientierte Einsatzgebiete mit praktischem Nutzen für den Menschen. Auf dem Laufsteg von „Robots on the Runway“ wurden humanoide Roboter von Primebot Robots, EngineAI, Cozio Robotics, Dobot Robot, Deep Robotics, Agibot, Unitree, ZBy – Mind with Heart, Ollobot, Astrall Dynamics und Aimoga präsentiert. Menschenähnliche Roboter demonstrierten ihre Beweglichkeit, antworteten auf Fragen und interagierten mit dem Publikum. Roboter übernehmen Hausarbeiten, unterstützen oder retten Menschen, Reinigungs-, Mäh- und Begleitroboter gab es in allen Formen und mit unzähligen Funktionen.

„Es ist spannend die tollen Produkte zu sehen. Zu sehen, wie künstliche Intelligenz in alle technischen Produkte des täglichen Lebens Einzug erhält“, stellte Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, fest
Neben „eigenständigen“ Robotern soll zudem „Physical AI” Menschen zukünftig bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten unterstützen und entlasten. Dabei verarbeitet die KI nicht mehr nur Informationen, sondern ermöglicht Maschinen, ihre physische Umgebung wahrzunehmen, auf Veränderungen zu reagieren und Aufgaben selbstständig auszuführen. Exoskeletts für Knöchel und Knie, Rücken und Arme konnten von den Messebesuchern selbst ausprobiert werden. Die Anwendungsfelder sind nicht nur vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Arbeitskräftemangels spannend: Auch die Auslieferung von Hausgeräten kann „Physical AI“ aktiv unterstützen.

Exoskelett oder Robo-Anzug: Wenn der Körper nicht mehr will oder kann, stützt die „Physical AI”
Auf der IFA überzeugte Technologie vor allem da, wo sie Dinge für Menschen einfacher macht und Komplexität reduziert. Vernetzte Lösungen für das Zuhause setzen flächendeckend auf Künstliche Intelligenz (KI). LG präsentierte auf der IFA 2026 die nächste Entwicklungsstufe seines AI Home, in dem Geräte und Services in Wohn-, Küchen- und Erholungsbereichen auf unterschiedliche Alltagssituationen abgestimmt werden können. Haier präsentierte unter dem Motto „Home of Intelligent Possibilities“ ein vernetztes Haushaltsökosystem. Eine Plattform bündelt dabei Geräte, Services und Nutzungserlebnisse. KI-gestützte Lösungen analysieren unter anderem Wäscheladungen, erkennen Lebensmittel und überwachen Garprozesse. Auch TCL rückt KI als verbindende Ebene seines Ökosystems in den Mittelpunkt. Von Fernsehern und Smartphones bis hin zu Klimaanlagen, Waschmaschinen und Smart-Home-Lösungen soll KI die Geräte miteinander verbinden und im Hintergrund alltägliche Aufgaben übernehmen. Hisense zeigte seine Vision eines KI-gestützten „Companion Living“. Dabei werden Fernseher und Haushaltsgeräte miteinander vernetzt, individuelle Bedürfnisse erkannt und alltägliche Aufgaben in Bereichen wie Kochen, Wäschepflege, Raumklima und Energiemanagement erleichtert. Auch Severin präsentierte Lösungen der neuen AI Series von smarter Speisenzubereitung bis hin zum flexiblen Haarstyling.

Eröffnete die IFA 2026 offiziell: Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey
Mit rund 300 Ausstellern aus 24 Ländern stärkte IFA Next seine Bedeutung als Schaufenster für Start-ups, Forschung und zukunftsweisende Technologien – von humanoider Robotik über Smart Glasses und KI-Wearables bis hin zu Smart Living. Das Bühnen- und Medienprogramm der IFA trumpfte 2026 auf. Mit mehr als 150 Bühnensessions wie Keynotes und Panels und über 350 Speakern war das Content-Programm deutlich umfangreicher als im Vorjahr. In 47 Pressekonferenzen informierten sich Journalisten, Blogger und Content Creators über Produktneuheiten und Innovationen der Aussteller. Sie sorgten und sorgen dafür, dass die Neuheiten aus Berlin kein Geheimnis bleiben und tragen so die Lösungen der Branche in die Köpfe der Konsumenten … IFA gut, alles gut.
FOTOS: IFA MANAGEMENT
Autor: Joachim Dünkelmann

Dieser Artikel ist am 9. September 2026 erstmals erschienen in "hitec news", dem 14-tägigen Branchen-Newsletter.
